Sonnenschutz im Gesicht: Wie viel SPF braucht die Haut wirklich?
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Sonnenschutz gehört zu den wichtigsten Schritten einer guten Hautpflegeroutine – und zwar nicht nur im Sommer oder am Strand. UV-Strahlung kann die Haut vorzeitig altern lassen, Pigmentflecken begünstigen und langfristig Hautschäden verursachen.
Aber wie viel Sonnenschutz braucht das Gesicht eigentlich? Reicht SPF 30 oder sollte es immer SPF 50 sein? Wie viel Sonnencreme sollte man auftragen und muss man auch im Winter Sonnenschutz verwenden?
In diesem Artikel erklären wir, was SPF tatsächlich bedeutet, welcher Lichtschutzfaktor für das Gesicht sinnvoll ist und worauf du bei der Auswahl eines Sonnenschutzes achten solltest.
Warum ist Sonnenschutz für das Gesicht so wichtig?
Das Gesicht gehört zu den Körperstellen, die besonders häufig UV-Strahlung ausgesetzt sind. Gleichzeitig ist die Gesichtshaut regelmäßig sichtbar – und genau hier werden die Folgen langfristiger UV-Belastung häufig zuerst sichtbar.
UV-Strahlung kann unter anderem:
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die Hautalterung beschleunigen
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Pigmentflecken begünstigen
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einen ungleichmäßigen Hautton fördern
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Kollagen und Elastin in der Haut schädigen
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die Entstehung von Falten und feinen Linien begünstigen
-
DNA-Schäden in Hautzellen verursachen
Sonnenschutz ist deshalb nicht nur ein Produkt für den Urlaub. Er ist ein wichtiger Bestandteil einer langfristig hautgesunden Routine.
Was bedeutet SPF eigentlich?
SPF steht für Sun Protection Factor, auf Deutsch Lichtschutzfaktor.
Der SPF beschreibt hauptsächlich den Schutz vor UVB-Strahlung. UVB-Strahlung ist insbesondere für Sonnenbrand verantwortlich.
Ein höherer SPF bedeutet dabei nicht, dass man beliebig lange in der Sonne bleiben kann.
Vereinfacht lässt sich sagen:
-
SPF 30 filtert einen sehr großen Anteil der UVB-Strahlung
-
SPF 50 filtert einen noch größeren Anteil
-
der Unterschied zwischen SPF 30 und SPF 50 ist deshalb kleiner, als die Zahlen vermuten lassen
Trotzdem kann SPF 50 insbesondere für Menschen sinnvoll sein, die zu Pigmentflecken neigen, sich viel im Freien aufhalten oder besonders konsequenten UV-Schutz wünschen.
SPF 30 oder SPF 50 – welcher Sonnenschutz ist besser?
Für das Gesicht würde ich grundsätzlich SPF 50 beziehungsweise einen sehr hohen Lichtschutzfaktor bevorzugen, insbesondere wenn Hautalterung oder Pigmentierung eine Rolle spielen.
SPF 30 kann ebenfalls einen hohen UVB-Schutz bieten. Entscheidend ist jedoch nicht nur der auf der Verpackung angegebene Lichtschutzfaktor, sondern auch:
-
wie viel Produkt tatsächlich aufgetragen wird
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ob der Schutz regelmäßig erneuert wird
-
wie stark die UV-Belastung ist
-
ob der Sonnenschutz auch UVA-Strahlung abdeckt
Ein SPF 50, der zu dünn aufgetragen wird, schützt beispielsweise schlechter als ein korrekt angewendeter SPF 30.
UVA und UVB: Was ist der Unterschied?
Ein guter Sonnenschutz sollte nicht nur UVB, sondern auch UVA-Strahlung berücksichtigen.
UVB-Strahlung
UVB-Strahlung ist insbesondere für Sonnenbrand verantwortlich. Sie spielt außerdem eine wichtige Rolle bei DNA-Schäden der Haut.
UVA-Strahlung
UVA-Strahlung dringt tiefer in die Haut ein und spielt eine wichtige Rolle bei der Photoaging, also der lichtbedingten Hautalterung.
UVA kann unter anderem zur Entstehung von:
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Falten
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Elastizitätsverlust
-
Pigmentveränderungen
-
ungleichmäßigem Hautbild
beitragen.
Deshalb sollte ein Sonnenschutz möglichst einen Breitbandschutz gegen UVA und UVB bieten.
Wie viel Sonnencreme braucht man im Gesicht?
Das ist eine der wichtigsten Fragen – denn selbst ein hochwertiger SPF kann seine Schutzwirkung nicht vollständig entfalten, wenn zu wenig Produkt verwendet wird.
Als praktische Orientierung wird für das Gesicht häufig die sogenannte Zwei-Finger-Regel verwendet.
Dabei wird eine ausreichende Menge Sonnenschutz entlang der Länge von Zeige- und Mittelfinger aufgetragen.
Je nach Produkt, Konsistenz und individuellem Gesicht kann die tatsächlich benötigte Menge etwas variieren.
Wichtig ist vor allem:
Nicht zu sparsam auftragen.
Viele Menschen verwenden im Alltag deutlich weniger Sonnenschutz als die Menge, die für die angegebene SPF-Testung verwendet wurde.
Muss ich Sonnenschutz jeden Morgen auftragen?
Wenn du deine Haut langfristig vor UV-bedingter Hautalterung und Pigmentierung schützen möchtest, ist täglicher Sonnenschutz sinnvoll.
Dabei geht es nicht darum, dass an jedem Tag die gleiche UV-Belastung herrscht.
Aber UV-Strahlung ist nicht nur am Strand relevant.
Auch im normalen Alltag kann die Haut UV-Strahlung ausgesetzt sein:
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beim Spaziergang
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auf dem Weg zur Arbeit
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beim Sitzen im Freien
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beim Sport
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auf dem Balkon
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beim Autofahren
Besonders wichtig wird Sonnenschutz natürlich bei längerer Zeit im Freien und hoher UV-Belastung.
Braucht man im Winter Sonnenschutz?
Auch im Winter kann UV-Strahlung die Haut erreichen.
Wie viel Sonnenschutz sinnvoll ist, hängt unter anderem von Jahreszeit, Aufenthaltsort, Wetter und geplanter Zeit im Freien ab.
Wer eine konsequente Anti-Aging- oder Pigmentierungsroutine verfolgt, integriert Sonnenschutz häufig ganzjährig in die morgendliche Hautpflege.
Gerade bei der Behandlung von Pigmentflecken ist Konsequenz entscheidend.
Sonnenschutz bei Pigmentflecken
Wer zu Pigmentflecken neigt, sollte Sonnenschutz besonders ernst nehmen.
UV-Strahlung kann die Melaninproduktion anregen und dadurch bestehende Pigmentierung verstärken beziehungsweise die Entstehung neuer Pigmentflecken fördern.
Das bedeutet:
Ein Wirkstoff gegen Pigmentflecken allein reicht nicht aus.
Wenn du beispielsweise Retinol oder andere aktive Wirkstoffe verwendest, gleichzeitig aber täglich intensive UV-Strahlung auf die ungeschützte Haut einwirken lässt, arbeitest du gegen deine eigene Hautpflege.
Deshalb gehören Wirkstoffpflege und UV-Schutz zusammen.
Sonnenschutz und Anti-Aging
Wenn es um Anti-Aging geht, denken viele Menschen zuerst an Retinol, Peptide, Seren oder andere Wirkstoffe.
Dabei wird ein entscheidender Schritt häufig unterschätzt:
Sonnenschutz.
Ein großer Teil der sichtbaren Hautalterung steht mit langfristiger UV-Exposition in Zusammenhang.
Deshalb sollte eine Anti-Aging-Routine nicht nur darauf ausgerichtet sein, bereits sichtbare Zeichen der Hautalterung zu behandeln. Sie sollte gleichzeitig versuchen, weitere UV-bedingte Schäden zu reduzieren.
Eine einfache Grundstruktur kann beispielsweise so aussehen:
Morgens:
Reinigung → Pflege/Serum → Feuchtigkeit → Sonnenschutz
Abends:
Reinigung → Wirkstoffpflege → Feuchtigkeit/Pflege
Sonnenschutz über Make-up – funktioniert das?
Viele Menschen fragen sich, ob Make-up mit SPF den Sonnenschutz ersetzen kann.
In der Regel sollte man sich darauf nicht verlassen.
Der Grund: Um den auf dem Produkt angegebenen SPF zu erreichen, müsste eine ausreichende Menge des Produkts aufgetragen werden.
Bei Foundation oder Make-up wird normalerweise deutlich weniger verwendet.
Ein Produkt mit SPF kann daher eine sinnvolle Ergänzung sein, sollte aber nicht automatisch den eigentlichen Sonnenschutz ersetzen.
Besser:
Sonnenschutz als eigenen Schritt auftragen und Make-up anschließend verwenden.
Kann man Sonnenschutz mit anderen Wirkstoffen kombinieren?
Ja.
Sonnenschutz lässt sich grundsätzlich in eine Wirkstoffroutine integrieren.
Besonders wichtig ist die richtige Reihenfolge:
Morgens:
-
Reinigung
-
Serum beziehungsweise Wirkstoffpflege
-
Feuchtigkeitspflege
-
Sonnenschutz
-
Make-up, falls gewünscht
Der Sonnenschutz bildet dabei in der Regel den letzten Pflegeschritt vor dem Make-up.
Welcher Sonnenschutz ist für empfindliche Haut geeignet?
Bei empfindlicher Haut sollte nicht nur auf den SPF geschaut werden.
Auch Textur, Inhaltsstoffe und individuelle Verträglichkeit spielen eine Rolle.
Manche Menschen bevorzugen mineralische UV-Filter wie Zinkoxid, andere vertragen beziehungsweise bevorzugen organische UV-Filter.
Entscheidend ist letztlich, dass der Sonnenschutz:
-
ausreichend schützt
-
regelmäßig verwendet wird
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angenehm auf der Haut ist
-
keine unnötigen Irritationen verursacht
-
zur individuellen Hautroutine passt
Denn der beste Sonnenschutz ist derjenige, den man konsequent und in ausreichender Menge verwendet.
Sonnenschutz von ZO® Skin Health
ZO® Skin Health bietet verschiedene Sonnenschutzprodukte für unterschiedliche Bedürfnisse.
Der ZO® Skin Health Sheer Fluid Broad-Spectrum Sunscreen SPF 50 bietet einen hohen Breitbandschutz und enthält 22 % Zinkoxid. Die leichte Fluid-Textur ist für die tägliche Anwendung im Gesicht und am Hals konzipiert.
Für eine unkomplizierte Anwendung unterwegs bietet ZO® Skin Health außerdem den Sunscreen + Powder Broad-Spectrum SPF 30. Das Puder kann insbesondere praktisch sein, wenn der Sonnenschutz tagsüber aufgefrischt werden soll.
Welches Produkt besser geeignet ist, hängt von Hauttyp, Hautzustand, persönlicher Präferenz und der jeweiligen Situation ab.
Wie oft sollte man Sonnenschutz nachcremen?
Wie häufig Sonnenschutz erneuert werden sollte, hängt von der UV-Belastung und der jeweiligen Situation ab.
Besonders wichtig ist erneutes Auftragen bei:
-
längerem Aufenthalt im Freien
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starkem Schwitzen
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Schwimmen
-
Abtrocknen mit einem Handtuch
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längerer direkter Sonneneinstrahlung
Auch wenn ein Sonnenschutz als wasserresistent ausgewiesen ist, bedeutet das nicht, dass der Schutz nach dem Schwimmen unbegrenzt erhalten bleibt.
Die häufigsten Fehler beim Sonnenschutz
Fehler 1: Zu wenig Produkt
Ein hoher SPF kann nur dann entsprechend schützen, wenn ausreichend Produkt verwendet wird.
Fehler 2: Nur im Sommer Sonnenschutz verwenden
UV-Strahlung ist kein reines Sommerproblem.
Fehler 3: Den Hals vergessen
Auch Hals und Dekolleté sind häufig UV-Strahlung ausgesetzt.
Fehler 4: Sonnenschutz nur bei direkter Sonne
Auch an bewölkten Tagen kann UV-Strahlung vorhanden sein.
Fehler 5: Make-up mit SPF als alleinigen Schutz verwenden
Die aufgetragene Menge reicht häufig nicht aus, um den angegebenen SPF zu erreichen.
Fehler 6: Nach dem Auftragen sofort ins Freie
Je nach Produkt sollte dem Sonnenschutz ausreichend Zeit gegeben werden, einen gleichmäßigen Film auf der Haut zu bilden. Die jeweiligen Herstellerangaben sollten beachtet werden.
FAQ: Häufige Fragen zu Sonnenschutz im Gesicht
Reicht SPF 30 im Gesicht?
SPF 30 kann einen hohen UVB-Schutz bieten. Für das Gesicht ist insbesondere bei starker UV-Belastung, Pigmentflecken oder ausgeprägtem Anti-Aging-Fokus ein SPF 50 beziehungsweise sehr hoher Lichtschutzfaktor eine sinnvolle Wahl.
Ist SPF 50 viel besser als SPF 30?
SPF 50 bietet einen höheren UVB-Schutz als SPF 30. Der Unterschied ist allerdings kleiner, als die Zahlen vermuten lassen. Noch wichtiger ist, ausreichend Sonnenschutz aufzutragen und ihn bei längerer UV-Exposition regelmäßig zu erneuern.
Kann Sonnenschutz Pigmentflecken verhindern?
Sonnenschutz kann helfen, die Entstehung und Verstärkung UV-bedingter Pigmentierung zu reduzieren. Bereits vorhandene Pigmentflecken werden dadurch nicht automatisch entfernt. Dafür können zusätzlich geeignete Wirkstoffe eingesetzt werden.
Welcher SPF ist bei Pigmentflecken sinnvoll?
Bei Neigung zu Pigmentflecken ist ein hoher Lichtschutzfaktor, beispielsweise SPF 50, eine sinnvolle Wahl. Wichtig ist außerdem ein möglichst umfassender UVA- und UVB-Schutz.
Muss man auch im Winter SPF tragen?
Die notwendige UV-Schutzstrategie hängt von UV-Belastung, Jahreszeit und Aufenthaltsort ab. Wer Pigmentierung und lichtbedingte Hautalterung konsequent minimieren möchte, integriert Sonnenschutz häufig ganzjährig in seine morgendliche Hautpflege.
Wie viel Sonnenschutz brauche ich für das Gesicht?
Eine häufig verwendete Orientierung ist die Zwei-Finger-Regel für Gesicht und Hals. Entscheidend ist, ausreichend Produkt zu verwenden, da die angegebene SPF-Leistung auf einer definierten Auftragsmenge basiert.
Kann ich Retinol und Sonnenschutz kombinieren?
Ja. Retinol kann Teil einer abendlichen Wirkstoffroutine sein, während morgens ein geeigneter Sonnenschutz verwendet wird. Gerade bei einer aktiven Hautpflegeroutine ist konsequenter UV-Schutz besonders wichtig.
Fazit: SPF 30 oder SPF 50?
Für die tägliche Gesichtspflege ist ein hoher Lichtschutzfaktor eine der wichtigsten Investitionen in die langfristige Hautgesundheit.
Wenn Pigmentflecken, Falten und lichtbedingte Hautalterung reduziert beziehungsweise vermieden werden sollen, ist konsequenter UV-Schutz entscheidend.
Dabei kommt es nicht nur auf die Zahl auf der Verpackung an.
Der beste Sonnenschutz ist ein Produkt, das ausreichend schützt, angenehm auf der Haut ist und jeden Tag in ausreichender Menge verwendet wird.
Für einen konsequenten Anti-Aging- und Pigmentierungsansatz lässt sich Sonnenschutz ideal mit einer individuell abgestimmten Wirkstoffroutine kombinieren – beispielsweise mit Retinol, Antioxidantien und weiteren auf den Hautzustand abgestimmten Wirkstoffen.